Während München in winterlicher Lethargie verharrte, zog es die Aktivitas der Ghibellinia, in
Begleitung einer geschätzten Damengalerie sowie unserer nimmermüden Alten Herren, in
die hochalpinen Gefilde von Obertauern. Das Ziel war unser Basislager „ALPINpelso“ in
Sankt Michael im Lungau. Bei Temperaturen, die bis auf -20 Grad sanken, wurde die
Standfestigkeit der Teilnehmer auf eine harte, aber herzliche Probe gestellt.

Bereits die Anreise war ein Zeugnis unerschütterlicher Gelassenheit. Es grenzt an ein
physikalisches Wunder, dass unsere Wagenkolonne die Pässe bezwang. Trotz
Reifenprofilen, die ihre besten Tage bereits im letzten Jahrzehnt sahen, und Frontlippen, die
unfreiwillig als Schneepflüge fungierten, erreichten wir das Ziel. Selbst die Kombination aus
störrischen Heckantrieben und Batterien, die bei der alpinen Kälte nur noch ein müdes
Seufzen von sich gaben, konnte unseren Vorwärtsdrang nicht stoppen.
Der Samstag begann zeitig mit dem Frühstück um 07:30 Uhr, wobei die volle Montur bereits
die sportlichen Ambitionen des Tages unterstrich. Während die einen die erstklassigen
Tiefschneebedingungen an der Grünwaldkopfbahn auskosteten, offenbarte sich beim
Mittagessen auf der Kringsalm eine ganz eigene Form der Ausdauer. Einige Bundesbrüder
entwickelten eine derartige gastronomische Gravitation, dass der Rückweg ins Tal
zugunsten einer unbändigen Einkehr-Euphorie vernachlässigt wurde. Man munkelt, manche hätten die Hütte immernoch nicht verlassen…
Ein besonderes Denkmal gebührt unserem aHV Olli. Trotz einer lädierten Schulter, die er
sich in einem am Vortag mit aH Thomsky zugezogen hatte, war er nicht totzukriegen. Er
bewies, dass ein wahrer Ghibelline Schmerzen einfach mit Hopfenblütentee therapiert. Seine
Performance am Glas war jedenfalls olympiareif und ließ jegliche physische
Beeinträchtigung vergessen.

Auch der Sonntag an der Plattenkarbahn bot uns feuchtfröhliche Stunden, die wir
standesgemäß in der Edelweißhütte ausklingen ließen. Wir blicken auf eine erfolgreiche
Fahrt zurück, die trotz aller Kaltgetränke erstaunlich verletzungsfrei verlief.
Ein Appell an alle Skibegeisterten: Für das kommende Jahr haben wir wieder Großes vor.
Unser Ziel ist es, eine Skihütte exklusiv und vollumfänglich für die Ghibellinia zu reservieren, um das neue Jahr wieder gebührend zu begrüßen.
Wir rufen daher alle Skifreunde auf; plant
frühzeitig, seid dabei und helft uns, den Berg auch im nächsten Jahr unsicher zu machen!