Coburger Convent 2026

Die Fahrt zum Coburger Convent ist jedes Jahr ein fester Bestandteil der CC Verbindungen und bietet die Gelegenheit, Tradition und Freundschaft mal auf eine andere Art und Weise zu erleben. Und so machten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Ghibellinen vom 22. bis 25. Mai 2026 auf den Weg nach Coburg, um gemeinsam einige ereignisreiche Tage zu verbringen.

Am Freitagnachmittag, dem 22. Mai 2026, begann für die Teilnehmer der Turnerschaft Ghibellinia München die Reise zum diesjährigen Coburger Convent. Mit Sack und Pack (allein für das gesamte Couleur könnte man fast einen Transporter mieten), die Füxe selbstverständlich mit ihren Fuxsäcken ausgestattet, erfolgte die Anreise nach Coburg. Nach der Ankunft im Hotel „Vienna House Easy by Wyndham Coburg“ wurden zunächst die Zimmer bezogen, ehe man sich in Vollcouleur zum Coburger Marktplatz begab. Dort trafen sich wie gewohnt die Aktivitas, Alte Herren und zahlreiche Verbandsbrüder. In geselliger Runde wurden erste Gespräche geführt, alte Bekanntschaften aufgefrischt und bei der einen oder anderen Hopfenkaltschale sowie einigen Coburger Bratwürsten die kommenden Tage eingeläutet. Da es für viele Aktive das erste Mal in Coburg war, konnten diese sich hier in aller Ruhe akklimatisieren.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Sports. Früh machte sich die Ghibellinia, in brandneuen Ghibellinen Trikots, auf den Weg zu den Wettkämpfen auf dem Gelände des TV 1848 Coburg. Nach einer für manche recht kurzen Nacht präsentierte sich aber zumindest das Wetter von seiner besten Seite. Bei Temperaturen von bis zu 28 Grad herrschten ideale Bedingungen für das Sportfest. Die Ghibellinia war hier unter anderem in den Disziplinen Fußball, Volleyball, Tennis und Schwimmen vertreten. Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass wir sportlich äußerst vielfältig aufgestellt sind.

Aber wir sind nicht nur äußerst vielfältig aufgestellt, sondern waren auch ziemlich erfolgreich. Die Fußballmannschaft musste sich in einem stark besetzten Teilnehmerfeld leider in der Vorrunde und dem Viertelfinale dem späteren Turniersieger geschlagen geben. Auch wenn damit das Turnier früher endete als erhofft, zeigte die Mannschaft eine engagierte Leistung und steckte niemals auf. Noch erfolgreicher verlief das Volleyballturnier. Hier kämpften sich die Ghibellinen bis an die Spitze des Teilnehmerfeldes vor und mussten sich, in einem sehr knappen Spiel um den ersten Platz, lediglich der Mannschaft des ortsansässigen TV 1848 Coburg geschlagen geben. Wir haben somit immerhin den CC internen Titel erringen können. Im Tennisturnier stellten wir sogar beide Finalisten. Auch im Schwimmbecken wurden starke Leistungen gezeigt, wo einer unserer AH mehrere erste Plätze für die Ghibellinia erringen konnte. Somit bewies die Turnerschaft eindrucksvoll, dass der sportliche Gedanke des Turnvaters Jahn weiterhin einen wichtigen Bestandteil ihres Alltags auf dem Haus ist und dass sich unsere Farben nicht nur im Trinksport erfolgreich vertreten lassen.

Am Abend versammelten sich die Aktivitas und Alte Herren erneut in Vollcouleur zum gemeinsamen Speisen im Goldenen Kreuz, bevor der Marktplatz wieder zum Mittelpunkt des Geschehens wurde. Dort kam das Stafettenbrett zum Einsatz, und die Ghibellinia demonstrierte, dass neben den sportlichen Wettbewerben auch der Trinksport durchaus trainiert wird.

Der Sonntag begann dann etwas ruhiger. Nach dem Frühstück stand ein Ausflug zum traditionellen Flohmarkt in Seßlach auf dem Programm. Die historische Altstadt und das große Angebot machten den Besuch zu einem angenehmen Kontrast zum Trubel der vorherigen Tage. Im Anschluss folgte eine Einladung, die bei vielen Teilnehmern zu den Höhepunkten des Wochenendes zählen dürfte. Bei bestem Wetter verbrachte die Ghibellinia einen äußerst entspannten Nachmittag bei einem AH, denn wir waren dort zum Grillen eingeladen. Während einige die Gelegenheit nutzten, etwas Schlaf nachzuholen, lieferten sich andere ausgelassene Wasserschlachten im Garten. Es wurde gegrillt, gelacht und die ein oder andere alte Geschichte ausgetauscht.

Der Montag bildete schließlich den feierlichen Höhepunkt des Coburger Convents. Bei Temperaturen von bis zu 32 Grad verlangte das Wetter insbesondere den Chargierten einiges ab. Bereits am Morgen versammelten sich die Teilnehmer zur Kranzniederlegung in den Arkaden der Ehrenburg, wo einige, dem CC nicht ganz so wohlwollend gesonnene Mitbürger, in der Nacht für ein olfaktorisches Erlebnis gesorgt hatten. Anschließend führte der traditionelle Festzug durch den Hofgarten hinauf zum Ehrenmal des Coburger Convents, wo der alljährliche Gottesdienst stattfand.

Die Zeit bis zum Festkommers überbrückte die Aktivitas dann entspannt im Coburger Rosengarten, bevor der anschließende Festkommers anstand, welcher für zahlreiche Ghibellinen eine Premiere war. Hierfür warfen sich die Chargierten erneut in den Chargenwichs, um die Turnerschaft angemessen zu vertreten. Die Redebeiträge der verschiedenen Festredner, darunter auch Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, boten unterschiedliche Perspektiven und lieferten Impulse, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Diese boten somit viel Material für einen längeren und intensiven Diskurs. Nach dem Ende des Festkommers wurde schließlich die Heimreise angetreten, wo dann alle wieder wohlbehalten und ohne Ausfälle eintrafen.

Rückblickend bleibt ein äußerst gelungenes Wochenende. Viele schöne Erlebnisse, zahlreiche Erinnerungen, wenig Schlaf, reichlich Hopfenkaltschale und genügend CoBras bis zum nächsten Convent werden den Teilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Hinterlasse einen Kommentar